Wie du dein Gesetz richtig kommentierst - Jura Tipps

Lass uns über dein Gesetz sprechen - dein Ein und Alles. Eine richtige Kommentierung kann Gold bzw. Punkte wert sein. Heute möchte ich darauf eingehen, wie du dein Gesetz richtig kommentierst. Lass dir zunächst bitte folgendes auf den Weg geben: Ich empfehle dir, nicht illegal zu kommentieren, aber wenn du es tust, lass dich nicht erwischen!


1. Tipp: Lies die JAPO

Zunächst möchte ich dich darauf hinweisen, dass du die JAPO (juristische Prüfungsordnung) deines Bundeslandes dringend lesen solltest, um zu wissen, wie du kommentieren darfst. Erst dann kannst du richtig loslegen. Sollte eine fixe Anzahl an Kommentierungen vorgegeben sein (in Bayern sind es 20 pro Doppelseite), dann halte dich unbedingt daran! Es gibt nichts leichteres als nachzuzählen, das passiert im Examen meist, wenn man aufs Klo geht - und hierzu bedarf es keinerlei juristischer Kenntnisse. 


2. Überlege dir fixe Regeln

Überlege dir für dich passende "Kommentierung-Regeln". Wenn eine Norm beispielsweise anwendbar ist, dann schreibe sie neben den entsprechenden Paragraphen. Sollte sie aber nicht anwendbar sein, dann schreibe sie nicht auf die gleiche Art daneben!

Selbst wenn du denkst: "Das ist so offensichtlich, das checke ich im Examen" - nein, tust du eben nicht! Die Stresssituation lässt dich solche Kleinigkeiten schnell vergessen und dein voll gefüllter Kopf erledigt den Rest. Wenn du ganz sicher "legal" kommentieren willst, lass eine unanwendbare Norm einfach weg.

Solltest du einen Weg gefunden haben, wie du es dir kenntlich machen kannst, dann leg diese Regeln fix fest. Dies sollte aber relativ unauffällig geschehen. Kommentierungen auf der Innenseite, sowie mit bzw. ohne §-Zeichen haben zwar für Bekannte von mir funktioniert, es kann aber auch böse ins Auge gehen.


3. Bleistift

Egal, was deine Prüfungsordnung vorschreibt oder erlaubt: Kommentiere immer nur mit Bleistift. Du kannst meinetwegen gerne (sofern das erlaubt ist) Normen farblich hervorheben, allerdings solltest du dir wirklich sicher sein, wenn du etwas Permanentes machst. Denn je mehr du mit der Zeit erfährst, desto eher werden sich deine Kommentierungen verändern. Vielleicht wird eine Kommentierung obsolet, weil es eindeutig ist, dass diese Kommentierungen zusammengehören. Daher ist es wichtig, flexibel deine Kommentierungen verändern zu können. 


4. Hör auf deinen Repetitor

Egal ob du zu Alpmann Schmidt, zu Hemmer oder einem anderen Repetitor gehst, dieser hat meist ein System für deine gesamte Vorbereitung parat. Höre auf das, was dir dort gesagt wird: Die wissen auf alle Fälle, wovon sie reden. 

 

"Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung" 

Jeder Dozent, immer.