Do's and Don'ts fürs Jura Studium - DON'Ts

Jura-Studenten eilt ein gewisser Ruf voraus! Manche Vorurteile erfüllen wir - manche aber auch nicht. Allerdings gibt es einige Do's and Don'ts, welche es zu berücksichtigen gibt, falls du Jura studierst. Hier in Teil 1 findest du die DON'Ts

Don'ts:

1. Im Anzug kommen

Ja, Juristen tragen im Berufsleben meist Anzüge. Und das gehört häufig nicht nur zum guten Ton, sondern ist schon fast Pflicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass du zu deinem ersten Tag an der Uni einen Anzug tragen musst!? Das gilt es sogar tunlichst zu vermeiden. Zieh' dich normal an, ein Hemd ist noch in Ordnung, aber wenn es ein T-Shirt oder normaler Pullover ist, reicht das ebenfalls vollkommen aus. 

2. Den Schönfelder/Sartorius zu früh kaufen

Dein Gesetz ist dein Ein und Alles, das ist auch soweit richtig. ABER vor dem dritten Semester braucht kein Mensch einen Schönfelder, das verursacht nur teure Nachlieferungen! Und für die drei Gesetze, die man in den ersten drei Semestern nutzt, lohnt sich das nicht. Zudem kommentierst du anfangs sowie komplett falsch, sprich du kannst für die Examensvorbereitung nochmal neu beginnen. (Solltest du allerdings den Schönfelder dann ab dem dritten Semester einmal haben, empfehlen wir dir natürlich eine Tasche von The Lawyal One.)

3. C.t. und S.t. verwechseln

"c.t." bedeutet "cum tempore", sprich die Veranstaltung beginnt 15 Minuten später als angegeben. 
"s.t." hingegen bedeutet "sine tempore", die Veranstaltung beginnt also zu der angegebenen Zeit. 

So weit, so gut. Was allerdings, wenn nur 14 Uhr dort steht? Dann bedeutet das in der Regel, dass die Vorlesung um 14:15 Uhr beginnt, sprich c.t. 

Wenn allerdings 14:00 Uhr mit Minutenangaben angeschrieben ist, dann ist dies gleichbedeutend mit 14:00 Uhr s.t. und bedeutet: pünktlich 14:00.

4. Zu gute Noten erwarten

Du kommst aus der Schule mit einem Abi von 1,8. Dann gehörst du zu den besten 10 % und hast eine Note im obersten Sechstel.

Das wird im Jura-Studium anders sein. Zunächst ist es generell schwierig ,sich den neuen Gegebenheiten und dem Gutachten-Stil anzupassen. Allerdings wiegt hier die Punkte-Skala viel schwerer. Es gibt nun 18 Punkte - und regelmäßig erreichen die besten 2-3 Leute 13-15 Punkte. Es fallen zudem 30-40 % der Studenten durch die Prüfung. Das bedeutet: Stecke zunächst deine Erwartungen nicht zu hoch und gib dich mit 8-9 Punkten ruhig zufrieden für den Anfang. Mit 9 Punkten gehörst du schnell zu den besten 10 %.

5. Auf Schwätzer hören

"Hast du die BGH-Entscheidung gelesen, in der es um die Vererbbarkeit von Krypto-Währungen auf Haustiere geht?" - Ja, diese Entscheidung ist an den Haaren herbei gezogen. So ist es allerdings auch mit den meisten Informationen der Schwätzer. Diese habe oft alle Entscheidungen gelesen, wissen, was in der Prüfung dran kommt und reißen meist nach einer Prüfung immer die Klappe ganz weit - vor allem über den angeblich richtigen Lösungsweg. Bitte lass dich nicht verrückt machen! Diese Leute schreiben meist 4-6 Punkte, verunsichern dich nur und machen dir das Leben schwer. Lass' sie reden und mach' dein Ding! 

"Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung" 

Jeder Dozent, immer.